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Matthias Schweighöfer

TELE 5: In Ihrem neuen Film ‚Rubbeldiekatz‘ spielen Sie einen arbeitslosen Schauspieler, der erst als verkleidete Frau eine Rolle ergattert. So erging es doch auch schon Dustin Hoffman 1982 in ‚Tootsie‘...

Matthias Schweighöfer: Logisch denkt man da gleich an ‚Tootsie‘, und sicherlich war das Regisseur Detlev Buck und Drehbuchautorin Anika Decker auch bewusst. Mir selbst hat die Idee von Anfang an gefallen, dass eine Verwechslungskomödie dieser Art mal wieder aus Deutschland kommt.

Ist es Ihnen denn schwer gefallen, sich als Frau vor die Kamera zu stellen?

Überhaupt nicht! Anika erzählte mir schon vor Jahren,dass sie mich für eine solche Rolle im Sinn hätte, deshalb war ich von der Idee gleich angetan. Anstrengend war nur die Verwandlung an sich. Ich musste jeden Schritt einstudieren, mich ganz anders bewegen. Besonders krass fand ich es, auf Stöckelschuhen zu gehen. High Heels lösen bei mir Unverständnis aus. Sie machen zwar schöne Beine, tun aber auch höllisch weh.

Wie hat Ihre kleine Tochter zu Ihrem Papa als Frau gesagt?

Sie hat mich so nicht gesehen, weil ich es vermeide, mich ihr in Kostümen zu zeigen, damit sie keinen Schreck oder sogar Angst bekommt. Solange sie noch nicht abstrahieren kann, dass ich mich dahinter verberge, lasse ich es.

Sie spielen in ‚Rubbeldiekatz‘ einen erfolglosen Schauspieler, sind aber selbst höchst erfolgreich im Geschäft. Denken Sie manchmal an Ihre Anfänge zurück?

Klar gab es auch bei mir Zeiten, in denen es nicht so rosig lief und man Fehler machte. Jetzt erlebe ich gerade einen Höhepunkt. Aber wahrscheinlich

kommt auch mal wieder eine Talfahrt und dann ist es gut zu wissen, damit umzugehen.

Wann lief es zuletzt nicht so gut bei Ihnen?

Zum Beispiel ging es nach ‚Der rote Baron‘ ein bisschen nach unten, und ich bekam einiges auf die Mütze. Aber das ist eben auch eine Erfahrung. Dann steht man wieder auf und geht weiter.

Davor erlebten Sie Ihren Durchbruch jedoch mit ‚Soloalbum‘. Welche Bedeutung geben Sie diesem Film?

‚Soloalbum‘ war auf jeden Fall mein erster kommerzieller Film, was damals ungeheuer aufregend für mich war. Meine Filmpartnerin Nora Tschirner und ich waren da noch verdammt jung. Das ist doch wahnsinnig, wir kamen fast gerade aus der Schule und waren gemeinsam plötzlich in diesem Film. Wie cool ist das denn?




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